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Steuern, Steuern und nochmal Steuern

Abgelegt unter Politik by Redaktion am 03. Juli 2009

Das mit Abstand Lästigste an selbständiger Arbeit, ist die korrekte Verrechnung der Steuern. Das deutsche Steuersystem ist hoffnungslos verkomplizierend und undurchsichtig, eben richtig schön unternehmerfeindlich, so dass man schon gar keine Lust hat, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.

Grosse Betriebe können sich eine Buchhaltung leisten, da ist die steuerliche Erfassung kein Problem. Kleine Handwerksbetriebe haben meistens nur inländische Kunden und Lieferanten, so ist auch hier noch einigermassen ein Überblick möglich. Internetunternehmer, insbesondere solche, die klein und nebenbei anfangen wollen, haben es gleich doppelt schwer: Ist das deutsche Steuersystem nicht schon kompliziert genug, muss man sich sehr schnell mit Steuerfragen aus dem EU- und Nicht-EU-Ausland herumschlagen.

Bestes Beispiel: Google AdSense und AdWords. Google sitzt in Irland und so gilt das Prinzip der Steuerschuldumkehr. Für AdSense ist das sogar gut, denn Google muss sich um die Umsatzsteuer kümmern und diese in Irland abführen. Bei AdWords ist es aber genau umgekehrt, dort muss man als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer in Deutschland abführen. Wer also für 100 Euro AdWords kauft, muss 19 Euro Umsatzsteuer zahlen, kann aber wohl gleichzeitig 19 Euro an Vorsteuer geltend machen. Quasi ein Nullsummenspiel, aber wozu? Der Sinn dieser Technik bleibt mir fremd, warum muss man überhaupt zahlen, wenn man es sowieso wieder bekommt? Bürokratie?!

Ich habe die Steuerwüste inzwischen so satt, dass ich den zeitraubenden Bürokratiemist an mein Steuerbüro auslagere, schließlich müssen die ja auch Geld verdienen.

Aber nicht nur die Umsatzsteuer ist nervtötend. Viel schlimmer ist die progressive Einkommensteuer. Denn man könnte heulen, wenn man knapp die Hälfte seiner Einnahmen dem Staat in den Rachen werfen muss und dann sieht, wie bei Peter Zwegert die Assis Schuldner zigtausend Euro in den Sand setzen und jammern ihr Hartz IV reicht nicht, um den Flachbild-Fernseher zu bezahlen. Wo ist denn da bitteschön der Anreiz mehr zu arbeiten, wenn man damit immer mehr Steuern zahlen muss? Fragen über Fragen…

 

7 Kommentare zu 'Steuern, Steuern und nochmal Steuern'

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  1. Blinkfeuer sagte,

    am 04. Juli 2009 um 12:00 am Uhr

    Wer Zeit findet, einem gewissen Peter Zwegert beim Deppenschaulauf zuzusehen, wird doch auch Zeit haben, sich Muße nehmen, einfach mal mehr ranklotzen um schon dem Nachbar- Unternehmer die Exportsubventionen zu sponsern. Der dann marktverdrängend wirken wird, auch unter dem Label des Geschäfts“Freund“. Dt. Pannewort.
    Doch, doch, das ist so, auch wenn ihr F.D.P. Freaks da gerne ablenken mögt.
    Die Partei der Selbständigen hat doch dauernd mitgewurschtelt, warum das Klagen hier?

  2. Lutz Spilker sagte,

    am 04. Juli 2009 um 7:20 am Uhr

    Hallo Tobias, hallo zusammen,

    ich las den Artikel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen hast du recht, das dt. Steuergesetz ist ein Irrgarten. Zum anderen kann ich derlei Klagen nicht ganz verstehen, gibt es doch schließlich Fachleute = Steuerberater. Das Argument, dass diese Dienstleistung Geld kostet, ist zwar buchhalterisch korrekt, jedoch nicht professionell.

    Man geht auch zum Zahnarzt und fummelt nicht selbst herum, mehr will ich dazu nicht ausführen. Wenn man selbstständig ist, hat man Verantwortung und diese macht keine Pause.

    Ein Herr Zwegat ist mir und auch sonst niemandem hilfreich, so nicht ein namhafter Sender dahinterstünde und aufgrund dessen die Verpflichtungen (fast) wie von selbst dahin schmelzen. Ohne diese Sendung und die ist für Zuschauer gemacht, gingen manche Leute den Bach runter, weil sie nicht rechnen können.

    Hinzu addiert sich die immer schlechter werdende Zahlungsmoral, denn schon für 200,- Euro machen sich manche Leute geschäftsunfähig, indem sie ein Blatt Papier (Versicherung an Eides Statt) unterschreiben.

    Auch immer wieder (und leider viel zu häufig) trifft man auf die Tatsache, dass Selbstständige Dritten ihre Leistung in Rechnung stellen, sich selbst jedoch nicht. Will heißen: Bevor ich eine Stunden den Steuerformularen verbringe und kein zufriedenstellendes Ergebniszustande bekomme, gebe ich diese Arbeit an den, der es kann und dafür haftbar ist.

    Man spart dabei Zeit, Geld und Nerven. Und bitte nicht auf den Staat schimpfen, denn das Volk ist der Staat, wer sonst…

    lG
    Lutz


  3. am 04. Juli 2009 um 9:24 am Uhr

    […] von einer Finanz- und Wirtschaftskrise die Rede ist. Wer ist hier der potentielle Lügner? Ein Herr Zwegat scheint mit besonderem Wasser getauft worden zu sein. Er schafft innerhalb weniger Momente […]

  4. Tobias sagte,

    am 06. Juli 2009 um 10:44 am Uhr

    Hallo Lutz,

    Steuerberater sind eine feine Sache, und ich geb auch gerne Geld dafür aus, eben weil mir meine Zeit zu schade ist. Aber, damit der Steuerberater überhaupt erstmal was machen kann, müssen zig Vorbereitungen getroffen und alles koordiniert werden. Und da stellt sich mir eben die Frage, für was, ausser für die Bürokratie, das Nullsummenspiel bei der ausländischen Umsatzsteuer gut sein soll?

    Noch lustiger sind Schreiben von Finanzamt, wo man auf die fehlende Umsatzsteuervoranmeldung hingewiesen wird, obwohl man zu dem Zeitpunkt noch nichtmal eine passende Steuernummer zugewiesen bekommen hat. Und E-Mails werden mit einer unglaublichen Reaktionszeit von 3 Wochen beantwortet. Das Volk ist zwar der Staat, aber das Bürokratiegeschwulst kann man leider nicht durch das Wählen einer der grossen Volksparteien entfernen. Mit der FDP vielleicht, aber auch da mahlen die Mühlen langsam.

    Grüsse,
    Tobias

  5. Lutz Spilker sagte,

    am 06. Juli 2009 um 11:10 am Uhr

    Hallo Tobias,

    nenne mir eine Alternative innerhalb unserer Grenzen, denn sogenannte Offshore-Lösungen greifen nicht so prall, wenn es um derlei Summen geht.

    Wenn jemand nachhaltig gearbeitet hat, dann doch sicher der Herr Otto von Bismarck 😆

    Die Mühlen arbeiten, aber das Tempo ist trotz aller Technik (Email & Co.) knapp vor dem Stillstand. Das frustet, ich weiß…

    lG
    Lutz

  6. christi sagte,

    am 19. Juli 2009 um 8:50 pm Uhr

    das volk ist der staat… haha…
    der staat ist geldgesteuert und hat sich meiner meinung nach viel zu viel in die wirtschaft eingemischt. er soll da grenzen schaffen und nicht selbst versuchen reich zu werden.
    jeder cent steuern verhindert das eine firma jemanden einstellt der seinerseits steuern zahlen könnte.
    jeder cent steuern wirkt wie eine bremse auf die wirtschaft weil er geschluckt wird und weg ist.

    es klappt grade so noch eben alles zu bezahlen was man braucht. aber selbst entscheiden eine größere anschaffung zu machen als privatbürger ist schon richtig schwierig heutzutage. ja es ist schwierig sich mal eben ein auto zu kaufen weil die steuern so hoch sind. nicht mehr und nicht weniger. wenn zb die autohäuser eine krise anmelden ist das ausschliesslich schuld des staates. weil alle fahren und kaufen autos, trotzdem funktionierts nich? das volk hat gearbeitet, alles ist da, aber keiner kann es sich leisten.

    dann lässt der staat die autohäuser kommen und betteln:“ bitte bitte wir können eure immensen steuern nich zahlen und brauchen einen kredit um uns noch abhängiger von euch zu machen und ein scheitern zu garantieren wo eine steuersenkung den erhalt mancher firmen garantieren würde.“

    peter zwegat zb bringt die leute auch dazu zu verstehen das man lieber ne zeit lang weniger bekommt als nix. der staat ist nicht so intelligent und nimmt lieber alles und sieht uns untergehen als ein wenig einzulenken.

    sind ja alle die leiden im moment ausser politiker. kann mir einer sagen wie man, wenn man sich nich von aldi und lidl ernährt so fett werden kann wie die meisten politiker? ganz einfach sie meinen sie sind was besseres und haben es verdient auf unsere kosten zu fressen wie die schweine. wo nachbarn bei mir klingeln kommen um sich zehn euro zu leihen weil sonst kein zahnarztbesuch…..


  7. am 25. Dezember 2009 um 4:44 pm Uhr

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